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Begegnungen, Burger und Berlin

Ja so war mein Wochenende. Mir fallen noch viele, viele „B’s“ mehr ein, um die ich meine Überschrift erweitern könnte, aber ich berichte lieber von den Ereignissen dort.

Die Anreise

IMG_3534.JPGAm Samstag morgen um 04.00 Uhr ging es vom Wuppertaler Hauptbahnhof Richtung Berlin zur Redaktionssitzung der „Blood-Sugar-Lounge“ mit anschließender „Lounge Warming Party“ und dem „T1day“ am Sonntag. Ziemlich müde kamen wir um kurz nach neun in Berlin an und sind dann direkt zum Hotel gefahren. Nach dem einchecken habe ich mich erst einmal hingelegt, um für den Nachmittag und Abend fit zu sein.
Sascha hat da bedeutend mehr Ausdauer als ich und hat sich währenddessen mit Finn und Roman (der Designer meines Logos) getroffen.

Die Party

IMG_1738.JPGIMG_3520.JPGNach meinem kleinen Mittagsschläfchen sind Sascha, Finn, Frederike und ich gemeinsam zur Redaktionssitzung der „Blood-Sugar-Lounge“ gefahren. Dort haben wir viele bekannte Gesichter wieder gesehen. Im Anschluß an die Sitzung gab es ein leckeres Buffet für uns Redakteure. Ab 21.00 Uhr ging dann die Party mit vielen weiteren Gästen los. Besonders spannend war die Getränkekarte. Es gab diverse Cocktails mit Namen wie „Hba1c“, „Dawn Phenomenon“ und „Dusk Phenomenon“. Ich habe einfach mal probiert wie es sich mit einem „Dawn Phänomen“ so lebt. Der Abend war viel zu schnell zu Ende, aber wir mussten ja fit für den nächsten Tag sein. An dieser Stelle ein riesengroßes Dankeschön an den Kirchheim-Verlag für den tollen Abend!

Der T1day

Darauf war ich wirklich sehr gespannt. Nachdem mir Sascha vom ersten T1day im letzten Jahr erzählt hat, war ich dieses Jahr nun mit dabei. Es ging los mit der Begrüßung durch das Moderatoren-Team Ilka und Fredrik. Die beiden führten gekonnt und mit viel Witz durch das umfangreiche Programm. Die dargebotenen Themen waren vielseitig und umfangreich. Leider fehlte es oft im Anschluss an die einzelnen Vorträge an Zeit, um auf alle Fragen aus dem Publikum ausführlich einzugehen. Das Programm war sehr straff geplant. Ich möchte gar nicht so ausführlich auf die einzelnen Vorträge eingehen.

IMG_3527.JPGFür mich war der Vortrag von Dr. phil. Bernhard Kulzer besonders interessant: Diabetes Typ F! Wer kümmert sich um die Angehörigen? Wobei das „F“ für Familie und Angehörige steht. Eine wirklich gute Frage wie ich finde. Dr. Kulzer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut sowie Psychodiabetologe und Fachpsychologe Diabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft DDG am Diabetes Zentrum Mergentheim hat uns eine Studie (DAWN2) vorgetragen, die wirklich sehr überraschend ist. Ich werde an dieser Stelle nur auf die „Hypo“-Angst bei Menschen mit Diabetes und deren Angehörigen eingehen. Hier wird auch zwischen Typ 1 und Typ 2 Diabetiker unterschieden.
– Typ 1er ohne schwere Hypos hatten zu 28,6% Angst
– Typ 2er mit 33,2% etwas mehr
-Bei Diabetikern mit schweren Hypos waren es bei
– Typ 1er 61,1% und bei
– Typ 2er 56,9%

Der größte „Angstanteil“ besteht jedoch in der Gruppe der Angehörigen. Mit 64% liegen „wir“ vorne. Erstaunlich wie ich finde.

Fokusgruppen
fokusgr

Nach dem Mittagessen – es gab ein tolles Buffet mit ausführlicher Angabe der Kohlenhydrate und einen ganz speziellen Hypohelfer – konnten wir uns für eine von vier Fokusgruppen entscheiden.

 Ich habe mich für die Gruppe „Typ F! Einbindung und Unterstützung von Familie und Freunden“ entschieden. Gespannt bin ich zu meiner Gruppe gegangen. Nachdem wir uns alle kurz vorgestellt hatten, wurde von einigen Angehörigen berichtet, dass sie durch den Diabetes ihres Partners zum Teil schwere psychische Probleme haben. Auch hier zeigte sich, dass die DAWN2 Studie sehr ernst zu nehmen ist. Eine Dame berichtete, dass sie keine Nacht durchschlafen kann, weil sie eine unbeschreibliche Angst vor schweren Unterzuckerungen ihres Partners hat. Das Moderatorenteam sowie die Teilnehmer überlegten, wie die Angehörigen in der Zukunft besser unterstützt werden können. Mein Vorschlag eine Gruppe (evtl. Facebook) für Angehörige von Menschen mit Diabetes zu gründen, wurde interessiert aufgegriffen. Ich bin gespannt, ob unsere Fokosgruppe in der Zukunft Ergebnisse präsentieren kann. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann. Im Anschluß an die Fokusgruppen gab es noch einige Vorträge, bevor der „t1day“mit Currywurst zu Ende ging.

Da wir noch nicht zurück reisen mussten, sind wir mit einigen guten Bekannten (Bastian, Tine, Lena und Wiebke) und vielen neuen Gesichtern ins nahegelegene belushi’s
weiter gezogen. Dort gab es neben leckeren Burger, Bier und einem fantastischen Cider mit Birnengeschmack interessante Gespräche mit anderen Teilnehmern des „t1day“.

Der letzte Tag

Da wir erst am Abend mit dem Zug nach Wuppertal gefahren sind, hatten wir den ganzen Tag Zeit, um uns in Berlin umzusehen. Das aller, aller Wichtigste war aber ein Besuch in der Ritter Ritter Sport Schoko Welt! Dort kann man sich nämlich seine Schokolade selber zusammenstellen und diverse Zutaten in eine Tafel mischen lassen. Von Gummibärchen über goldene Sternchen bis zu Chili ist alles möglich. Ohne diese Eigenkreationen hätten wir uns auch nicht nach Hause wagen dürfen! Diesen Ärger konnten wir auf keinen Fall riskieren.

Den Rest des Tages haben wir mit Kreuz und quer durch Berlin fahren, Sightseeing, Shoppen

(nein ich habe diese Schuhe NICHT gekauft!) und lecker Essen bei Dolores verbracht. Um 18.47 Uhr ging es dann zurück in die Heimat.

Veröffentlicht von

Manuela ist passionierte Hunde Liebhaberin und Hobby Köchin aus Wuppertal. Vom Diabetes ist sie nicht betroffen, dennoch zog dieser ungeliebte Zeitgenosse zusammen mit ihrem Partner in ihr kleines Haus im Bergischen Land ein, in dem sie mit ihren Hunden wohnt. „Seit diesem Tag gilt es ein Maul mehr zu stopfen“, sagt sie mit einem Zwinkern und meint damit die Herausforderungen, vor die der Diabetes auch Angehörige stellt. Über ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Diabetes berichtet sie hier auf ihrem Blog.