Artikel

An Tagen wie diesen…

…wünscht man sich Unendlichkeit. Nein! Das habe ich mir heute morgen ganz bestimmt nicht gewünscht.

Um kurz vor sieben bin ich wach geworden. Nun gut, nicht so richtig wach sondern nur ein bisschen. Während ich mich nochmal gemütlich auf die andere Seite in Richtung Sascha drehte, sah ich im Halbdunkeln irgend ein ziemlich kleines „Ding“ zwischen uns liegen. Ich versuchte zu erkennen, was es wohl sein könnte. Aufgrund der Lichtverhältnisse war das aber nicht möglich. Was macht also die (neugierige) Frau? Richtig! Wo man nichts sieht, ist fühlen keine Schande! Also griff ich nach diesem „Ding“ und AAAAAUUUUUUUUUAAAAAA! So fühlt es sich also an, wenn man sich ein Katheter in den Finger rammt. Ich war augenblicklich hellwach. Sascha guckte nur müde zu mir rüber und nuschelte: „Was isn?“ Meine ein wenig aufgebrachte Antwort lautete: „Ich habe deinen Katheter im Finger stecken und das tut Sch**** weh!“ Unter seiner Bettdecke hörte ich dann so etwas wie: „Achso, der ist mir eben rausgefallen und ich war zu faul zum Wechseln.“ Ich: “ !“ ( Soll heißen sprachlos)

Ok, ich sehe es ein. Es ist vermutlich zu viel verlangt ein wenig Mitleid für einen versehentlichen Piekser von einem Diabetiker zu bekommen. Habe mir das Teil dann aus dem Finger gepult und es zum Beweis vor der Entsorgung noch schnell fotografiert. (siehe oben )
Mich würde jedoch wirklich interessieren, was bei anderen Zuhause so alles passiert, wenn ein Partner Diabetiker und der andere es nicht ist. Ich habe ja schon auf Saschas Blog und der Blood-Sugar-Lounge von so einigen Gegebenheiten berichtet. Z. B. nächtlicher Pumpenterror oder den überall rumliegenden Teststreifen. Leider kenne ich nicht so viele andere Partner/Angehörige von Diabetikern. Ich würde mich echt freuen, auch mal von anderen ein paar (lustige) Geschichten zu lesen oder hören.

 

Veröffentlicht von

Manuela ist passionierte Hunde Liebhaberin und Hobby Köchin aus Wuppertal. Vom Diabetes ist sie nicht betroffen, dennoch zog dieser ungeliebte Zeitgenosse zusammen mit ihrem Partner in ihr kleines Haus im Bergischen Land ein, in dem sie mit ihren Hunden wohnt. „Seit diesem Tag gilt es ein Maul mehr zu stopfen“, sagt sie mit einem Zwinkern und meint damit die Herausforderungen, vor die der Diabetes auch Angehörige stellt. Über ihre Erlebnisse und Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Diabetes berichtet sie hier auf ihrem Blog.

1 Kommentar

  1. Naja, ob lustig … es soll ja Partner geben, die sich mühsam wieder ins Leben berappeln, nachdem ihre Partnerin mit Anstrengung eine Traubenzuckertablette zwischen die Zähne gestopft hatte – und die dann versuchen, mit dem Meßgerät zu telefonieren. Und noch so weggetreten sind, dass sie das Gerät anstarren und „wieso antwortet der nich?“ nuscheln … während die Partnerin fassungslos die Situation anstarrt und sich fragt, ob der Kerl – sonst auch gerne Kasper vor dem Herrn – sie jetzt nicht veralbert 😉

Kommentare sind geschlossen.